Die World Orchestra Tour erinnert an Krieg und Frieden


Für Playing for Change ist es Marley; für das World Orchestra for Peace ist es Mahler.

In beiden Fällen ist die Nachricht dieselbe: Frieden durch Musik. Diese Woche wird das World Orchestra, bestehend aus 95 Musikern aus 35 Ländern, sowohl zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg als auch zum 200-jährigen Bestehen des Friedens spielen.

Am 1. September trat das World Orchestra in Krakau, Polen, in einem Konzert zum 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs auf. Auf dem Programm stand Mahlers „Sinfonie Nr. 5 in cis-Moll “sowie die Weltpremiere eines Auftragsstücks mit dem Titel„ Prelude to Peace “des polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki.

Das Orchester wird diesem düsteren Ereignis mit einer Feier in Stockholm, Schweden, am 2. September beim Ostseefest folgen. Das diesjährige Festivalthema trägt den passenden Namen "Frieden und Versöhnung" und wurde zum 200. Jahrestag eines Friedensvertrages zwischen Schweden und Finnland ausgewählt.

Das World Orchestra for Peace wurde von dem einflussreichen Dirigenten Georg Solti gegründet, einem jüdisch-ungarischen Mann, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aus seiner Heimat fliehen musste. Er organisierte das Orchester erstmals auf Ersuchen der Vereinten Nationen, um 1995 ihr 50-jähriges Bestehen zu feiern.

Die Idee hatte sich Solti seit einem Konzert im Buckingham Palace vor drei Jahren ausgedacht, als 13 der produktivsten Musiker der Welt zusammenkamen und anlässlich seines 80. Geburtstages auftraten. Solti sagte später: „Ich konnte mich einer sehr wichtigen Idee nicht entziehen. Ist es nicht erstaunlich, dass wir Musiker ein geeintes Europa oder mehr hervorbringen können ... sogar eine vereinte Welt? Warum können die Politiker nicht? "

Leider verstarb Solti 1997, und Valery Gergiev, der Chefdirigent des London Symphony Orchestra, leitet die Gruppe seitdem und gibt Konzerte in Städten wie Moskau, Berlin, Peking, Jerusalem und Budapest.

Das World Orchestra ist eine Eliteorganisation, die Musiker nur auf Einladung zulässt. Diese Bürger, die Dutzende von Kulturen und Sprachen repräsentieren, sitzen nebeneinander, oft nicht in der Lage, mit Worten zu kommunizieren, aber immer noch in perfekter Harmonie. Wie Solti sagte, wäre es schön, wenn Politiker eines Tages dasselbe tun könnten.


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