Japan ermutigt Büroangestellte, sich auszuziehen


Um den Wechselstromverbrauch im Büro zu senken, sollten japanische Geschäftsleute weniger tragen.

Bei einer kürzlichen Reise nach Tokio sind mir zwei Dinge aufgefallen.

Erstens war die Stadt ungewöhnlich heiß. Cafés, Geschäfte und Büros liefen einfach nicht durch die Luft.

Zweitens trugen viele Angestellte NICHT den traditionellen dunklen Anzug, die Krawatte und die Lederschuhe. Stattdessen trugen sie Hawaiihemden und Khakihosen.

Ich dachte, es wäre meine Einbildung. Aber dann hörte ich die Geschichte von NPR über "Super Cool Biz", eine Kampagne des Umweltministeriums. Aufgrund von Stromproblemen, die durch Schäden im Kernkraftwerk Fukushima verursacht wurden, müssen Bürogebäude den Energieverbrauch um mindestens 15% senken.

Wenn Arbeitnehmer in Büros mit einer Klimaanlage von 28 ° C arbeiten, können sie vor wenigen Monaten auf formelle Kleidung für sozial inakzeptable Kleidung verzichten. Nein zu Jacken, langärmeligen Oxfords, Strümpfen und Pumps. Ja zu Krokodilen, offenen Sandalen, Polos und atmungsaktiver Baumwolle.

Gott sei Dank, richtig?

Das Lustige an "Super Cool Biz" ist, dass es sich um eine offizielle Kampagne des Ministeriums handelt. Sich für die Arbeit bequem anzuziehen (selbst bei sengenden Sommertemperaturen) muss in Japan kulturell so bizarr sein, dass eine Regierungsinitiative erforderlich ist, um dies zu bestätigen.

Oder gibt es ein kommerzielles Motiv? Tatsächlich hat die Regierung letzten Monat eine Modenschau gesponsert, um für energiefreundliche Kleidung zu werben, einschließlich Pedalschieber für Männer.

Zusätzlich zum Ablegen von Schichten werden Büroangestellte gebeten, eine Stunde früher zur Arbeit zu kommen (bei kühleren Temperaturen und geringerem Stromnetzbedarf).

Ich bin alles dafür, Energie zu sparen. Aber wenn man bedenkt, dass japanische Büroangestellte 12-Stunden-Tage arbeiten, warum reduzieren Beamte die Arbeitsbelastung nicht stattdessen um ein oder zwei Stunden?


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